Unruhe: Landesregierung verhindert Würgassen als Energiestandort
SPD-Abgeordneter setzt sich für neues Gaskraftwerk an der Weser ein
Kreis Höxter / Würgassen / Düsseldorf. „Die schwarz-gelbe Landesregierung verhindert Würgassen als Energiestandort. In der Neufassung des Landesentwicklungsplans wird Würgassen nicht mehr als Standort für ein Kraftwerk aufgeführt. Die CDU-Regierung in Nordrhein-Westfalen beweist wieder einmal, wie wenig sie unser ländlicher Raum interessiert. Dagegen werde ich beharrlich eintreten. Ich werde mich deutlich für Beverungen einsetzen, für Arbeitsplätze dort und für Würgassen als erneuerten Energiestandort!“, so der SPD-Landtagsabgeordnete Jürgen Unruhe.
Der Sozialdemokrat hatte erst vor kurzem mit Jusos aus dem Kreis Höxter Würgassen besucht und sich über den Rückbau des Atomkraftwerkes informiert. An gleicher Stelle trat er für Würgassen als Standort für ein künftiges Gaskraftwerk ein. Unruhe kritisiert angesichts des Landesentwicklungsplans im Bereich Energie nicht nur die schwarz-gelbe Landesregierung, sondern auch seinen Landtagskollegen Hubertus Fehring. Unruhe: „Herr Fehring schwadroniert über einen Neubau eines Kernkraftwerkes; seine eigene Landesregierung hat gleichzeitig Würgassen und damit den Kreis Höxter insgesamt von der Energie-Landkarte gestrichen. Offensichtlich hat Herr Fehring wie die gesamte CDU an Rhein und Weser gänzlich die politische Orientierung verloren.“
Die SPD setze, so Unruhe weiter, auf verantwortbare Energien. Deshalb habe er Würgassen als Gaskraftwerk vorgeschlagen. Die Atomenergie sei zu riskant und – „wenn man alle Kosten berücksichtigt – auch zu teuer“. Der Steinheimer Landespolitiker hat jetzt einen Termin mit der Beverunger SPD vereinbart. Ziel der gemeinsamen Anstrengungen müsse es werden, „Würgassen wieder als Standort für Energie im Landesplanungsgesetz aufzunehmen“. Nach den Landtagswahlen müssen wir dann verantwortlich die Planungen für ein Gaskraftwerk aufnehmen.
Unruhe appelliert gleichzeitig an den Energiekonzern e-on: „Er steht auch künftig für die Region Kreis Höxter in der Verantwortung. Es ist ihm gelungen, den Rückbau eines Atomkraftwerkes umsichtig zu organisieren. Die Erfahrungen von Würgassen können für weitere Rückbau-Projekte weltweit genutzt werden. Die Verantwortung für Würgassen und die Menschen, die dort leben, geht weiter. Der Bau eines Gaskraftwerkes kann neue, weit reichende Perspektiven bringen. Es bringt Wirtschaftskraft in unseren Raum, schafft dringend benötigte Arbeitsplätze und fördert technologische Entwicklungen. Sozialdemokratische Landes- und Kommunalpolitik wird dies fordern, fördern und unterstützen.“
