SPD-Ausschussmitglieder Familie, Gesundheit und Soziales zu Gast bei der Diakonie in Höxter.

von Dietmar Kanand (Kommentare: 0)

Die Diakonie-Beratungsstelle in Höxter ist wie folgt aufgestellt: die Schuldner- & Verbraucherinsolvenzberatung (Gerhard Lambracht), die Familien- & Lebensberatung (Nadja Herrmann) sowie die Flüchtlingsberatung und -betreuung (Claudia Guenther, Elke Harms und Oliver Boß).

Gerhard Lambracht machte an Beispielen deutlich, wie schnell Menschen durch unglückliche Situationen in finanzielle Notlagen geraten und so einen Einkommenseinbruch erleben. Es trifft Menschen aus allen Schichten. Krankheit, Arbeitslosigkeit und Trennung sind einige Gründe dafür. Hier fängt die Arbeit für Gerhard Lambracht an. Die Schuldnerberatung prüft und vervollständigt jetzt die Unterlagen der Schuldner. Lambracht klärt auf, welche Lösungen angestrebt werden sollten. Gleichzeitig prüft er, ob alle Ansprüche wie Kindergeld, Erziehungsgeld, Wohngeld usw. ausgeschöpft sind. Herr Lambracht führt Gespräche mit den Banken, um für die Schuldner ein Pfändungsschutzkonto einzurichten. Er begleitet den Schuldner während des gesamten Verfahrens, informiert und berät. Über 50 % der Schuldner sind Familien oder Alleinerziehende mit Kindern. Gerhard Lambracht ist für viele Menschen die letzte Hoffnung, um aus den Schulden herauszukommen. Vor allem die Prävention ist ihm ein wichtiges Anliegen. Große Nachfrage erlebt er von der VHS, wo Lambracht Kurse gibt. Ein gutes Werkzeug für Jugendliche im Umgang mit Geld ist beispielsweise der Finanzführerschein, ausgegeben vom Ministerium für Familie, Kinder und Jugend des Landes NRW.

Eine weitere Säule der Diakonie in Höxter ist die Familien- & Lebensberatung. Dazu zählt die Schwangerschaftsberatung bis hin zur Begleitung der jungen Mutter. Weiterhin sind die Studierendenberatung, die Kooperation mit den Familienzentren, offene Sprechstunden und die laufende Beratung zu nennen. Außerdem arbeitet die Diakonie mit dem Jugendamt Höxter, den Kirchengemeinden, der Aktion Lichtblicke, der Diakonie Warburg sowie allen Jugendhilfeträgern im Kirchenkreis und den Kinderschutzfachkräften des Kreises Höxter zusammen.

Drei Mitarbeiter der Diakonie arbeiten in der Flüchtlingsberatung und -betreuung. Neu ist die Flüchtlings-Rückkehrberatung. Ehrenamtliche Mitarbeiter geben außerdem Sprachkurse für Flüchtlinge.

Ehrenamtlich und nur aus Spenden finanziert ist der Mittagstisch. Dreimal in der Woche kommen Gäste, um für einen Euro eine warme Mahlzeit einzunehmen. Durchschnittlich nehmen 15 bis 20 Personen am Mittagstisch teil. Auch die Schulmaterialienkammer ist ein wichtiger Bestandteil der Diakonie. Allein im Jahr 2016 wurden an 207 Kinder mehrfach Schulmaterialien ausgegeben, angefangen vom Füller bis hin zum Tornister. Voraussetzung ist die Vorlage eines Bescheides über Arbeitslosengeld 2.

Für hilfesuchende Menschen ist die Diakonie nicht mehr wegzudenken.

Text und Foto: Dietmar Kanand

 

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