SPD Kreistagsfraktion für Anruf-Linien-Taxi

von Kreistagsfraktion Höxter (Kommentare: 0)

Teilnehmer Klausurtagung in Lippstadt

Egal ob Carsharing, Mitfahrerbänke, Bürgerbusse, E-Mobilität und Ladestationen, überall wird nach Lösungen gesucht.
Auch die SPD-Kreistagsfraktion hat bei ihrer Klausurtagung in Lippstadt das Thema
auf ihre Agenda gesetzt.
Derzeit werden die Grundlagen, Leitlinien und die strategische Ausrichtung für den Nahverkehrsplan 2018 besprochen. Dabei scheinen sich, gerade in Kleinstädten und ländlichen Regionen, alternative Bedienformen im Nahverkehr zu entwickeln.
Sinkende Schülerzahlen und die zunehmende Alterung der Gesellschaft werfen die Frage auf, wie sich in ländlichen Regionen ein wirtschaftliches Nahverkehrsangebot aufrechterhalten lässt. Die Einrichtung eines sogenannten Anruf-Linien-Taxi erscheint hier als sinnvolle Alternative, sodass die SPD-Kreistagsfraktion die Einführung und Überprüfung dieser Bedienform in einer der nächsten Sitzungen ins Gespräch bringen wird.
Diese Art von öffentlichen Verkehrsangeboten wird derzeit schon in unserem Nachbarkreis Holzminden praktiziert. Eine Anruf-Linien-Fahrt wird nur dann durchgeführt, wenn sich die Fahrgäste eine Stunde vorher telefonisch angemeldet
haben. Im Gegensatz zum Busbetrieb wird dadurch dem Bedarf flexibel entsprochen. 
Zudem kann eine zeitnahe Fahrmöglichkeit geschaffen werden. Ziel ist es langfristig alle Ortschaften im Kreis Höxter anzubinden. Die jetzigen Linienbündel würden auf den Schülerverkehr ausgerichtet und fahren nachmittags- und abends lediglich nach Bedarf.
Eine Einstellung von Gesamtlinien, aufgrund relativ geringer Besetzungszahlen oder gar Leerfahrten, könnte vermieden werden.
Aus Sicht der SPD-Kreistagsfraktion muss die Teilhabe am öffentlichen Leben für alle unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger gewährleistet ein. Ein behindertengerechter Kleinbus, der auch Kinderwagen, Gehhilfen und Menschen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, transportiert, wäre daher eine Grundvoraussetzung für das AnrufLinien-Taxi.

Die Praxis der jetzigen Bürgerbusvereine zeigt uns, dass eine Anbindung der Ortschaften durchaus gewünscht wird, aber kaum möglich ist und den ehrenamtlichen Rahmen sprengen würde.
Die Überlegung die Probleme des öffentlichen Nahverkehrs über eine Mitfahrerbank zu lösen, kann aus Sicht der SPD-Kreistagsfraktion nicht zielführend sein und sollte vielmehr als solidarisches Angebot einer Ortsgemeinschaft gesehen werden.


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