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Frank Oppermann: „Wir fordern Aufklärung und Offenheit!“

Missbrauchsfall Lügde: SPD stellt Fragen an den Landrat

Kreis Höxter. „Oberste Priorität hat immer das Wohl des Kindes. Und wir haben darauf zu achten, dass Kinder nicht leiden müssen. Im Zusammenhang mit den Missbrauchsfällen in Lügde-Elbrinxen gibt es Hinweise, dass die Aufsichts- und Kontrollstrukturen des Jugendamtes Höxter nicht ausreichend waren oder versagt haben. Wir sind entsetzt. Wir fordern Landrat Michael Stickeln auf, umfänglich aufzuklären“, so der SPD-Fraktionsvorsitzende Frank Oppermann in einer ersten Reaktion auf die jüngsten Berichte aus dem parlamentarischen Untersuchungsausschuss des Landtags Nordrhein-Westfalen.

„Die ersten Informationen über Vorwürfe an das Jugendamt des Kreises Höxter haben wir über die Medien erhalten. Aus den Medien erfahren wir, dass zwei Mitarbeiter des Jugendamtes Höxter in diesem Gremium verhört worden sind. Besser wäre es gewesen, wenn der Landrat den Kreistag über diesen Sachverhalt direkt informiert hätte. Dazu fordern wir den Landrat nunmehr öffentlich auf“, so Oppermann weiter.

Dabei müssten die Strukturen der Arbeit des Kreises Höxter auf den Prüfstand gestellt werden. Der SPD-Kreispolitiker weiter: „Es geht um den Schutz von Kindern durch verlässliche, sichere und nachvollziehbare Strukturen. Es geht nicht um Pranger oder Vorverurteilung.“ Es müsse aufgearbeitet werden, an welcher Stelle Informationen möglicherweise nicht richtig verarbeitet worden sind. Oppermann: „Besonders schwer wiegt der Vorwurf, dass Akten nachträglich verändert worden seien. Auch hier erwarten wir vollständige Aufklärung der in den Medien geäußerten Vorwürfe. Oppermann zitiert aus seinem Brief an den Landrat: „Wird diesem Vorwurf nachgegangen? Ist der Vorwurf gerechtfertigt? Wenn er gerechtfertigt ist, kann heute noch nachvollzogen werden, wie weit die Aktenveränderung gegangen ist? Wer ist dafür verantwortlich? Und welche Konsequenzen sind für solch einen Fall vorgesehen?“

Frank Oppermann abschließend: „Unsere Aufgabe ist es, durch unser Handeln dafür zu sorgen, dass so etwas wie in Elbrinxen nie wieder passiert. Wir müssen alles dafür tun, dass die nötigen Ressourcen, Weiterbildungsmöglichkeiten und die nötige Zeit zur Bearbeitung gegeben werden. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen ermutigt werden, genau hinzuschauen und nicht wegzuschauen.“

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