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„Unsere Städte und Dörfer modern und alltagstauglich machen“

Nora Wieners: „Damit wollen wir Familien hier gute Chancen geben“

„Wir alle wollen den Kreis Höxter für Familien zur modernen Heimat mit guten Chancen machen. Damit wir das erreichen, müssen wir bei jedem Bauprojekt und bei jeder Wohngebietsentwicklung die zentralen Lebensbereiche Bildung, Beruf und Betreuung – diese 3 Bs - mitplanen“, fasst Nora Wieners die Beratungen des SPD-Kreisverbandes Höxter zum Thema Stadt- und Dorferneuerung zusammen. Unter Federführung der Warburger Kommunalpolitikerin und des Vorsitzenden der Kreis-SPD, Helmut Lensdorf, hat die Sozialdemokratie ihr 3-B-Konzept jetzt im Rahmen einer Videokonferenz weiterentwickelt.

Lensdorf erläutert: „Die Vereinbarung der unterschiedlichen Alltagsaufgaben ist für die Menschen nicht immer einfach. Das Leben in unserem ländlichen Bereich erfordert andere Lösungen als in den städtischen Gebieten. Das heißt: Bildung, Betreuung und Beruf müssen in ein zu uns passendem Gesamtkonzept eingebunden werden. Ziel ist es, den Menschen das Leben durch praktische Kombinationsprojekte miteinander und füreinander zu erleichtern. Dafür müssen wir unsere Städte und Dörfer ebenso modern wie alltagstauglich machen.“

Die Probleme des Kreises Höxter seien unbestritten, bekannt und nicht zu übersehen, so die SPD in ihrer Presseerklärung weiter. „Die Altersstruktur ist ungünstig. Wir sind einer der ältesten Kreise Deutschlands. Die jungen Menschen fragen sich, ob sie hier eine auskömmliche Zukunft haben. Die Lebensälteren sorgen sich, ob sie in einigen Jahren auch gut betreut werden“, so Nora Wieners‘ Beschreibung der schwierigen Ausgangslage. Gleichzeitig zeigt sie sich optimistisch: „Wir haben Chancen, wenn wir gemeinsam konsequent handeln.“

Als Grund für ihre Zuversicht verweisen Wieners und Lensdorf auf die gewonnenen Erfahrungen mit HomeOffice und Digitalisierung. Nora Wieners, beruflich tätig als Bildungskoordinatorin bei einer Einrichtung in Detmold: „Die Menschen organisieren sich neu. Nicht erst seit Corona, dadurch aber beschleunigt. Viele Frauen und Männer versuchen, Beruf und Familie ortsnah zu verbinden.“

Lensdorf dazu: „Auch Arbeitgeber organisieren sich neu. Die mittelständischen Betriebe hier genauso wie größere Firmen jenseits der Kreisgrenzen erkennen, dass sie die qualifizierten Fachkräfte nicht aus ihrer gewohnten Lebenswelt herauswerben müssen. Besser denn je lassen sich Arbeit für Unternehmen etwa in Hamburg, Berlin, Stuttgart oder München mit dem Wohnen im Kreis Höxter vereinbaren. Das sind die Vorteile der Digitalisierung, die wir für den Lebensstandort Ländlicher Kreis Höxter nutzen sollten.“

„Aber nicht jeder kann und nicht jede will in den eigenen vier Wänden arbeiten. Das Eigenheim oder die Mietwohnung sind oft dafür nicht geeignet. Und deshalb brauchen wir Gebäude, die Arbeiten für unterschiedliche Unternehmen in gemeinsamen Räumlichkeiten – Co-Working also – ermöglichen“, erläutert Nora Wieners das 3-B-Konzept. Und weiter: „In jeder Stadt, auch in vielen Dörfern ist das möglich und vorteilhaft. Idealerweise gleich daneben Tageseinrichtungen, die die Kinder oder die älteren Verwandten der Erwerbstätigen während der Arbeitszeit betreuen.“

Bildung ist der dritte Aspekt, den dieses Konzept beinhaltet. Lensdorf: „Wo gearbeitet wird, ist Aus- und Fortbildung als Thema nicht weit. Manchmal kann die gleiche digitale Infrastruktur wie für den Beruf in Teilen genutzt werden. Das Konzept kann dann jeweils standortgerecht umgesetzt werden.“

Die SPD will Zug um Zug ihre Zielsetzung weiterentwickeln, verfeinern, ausweiten und dafür werben. Nora Wieners: „Das Alltagsleben steht vor vielfältigen Veränderungen. Wer sich gut vorbereitet, bekommt Mut und Kenntnisse, verringert Gefahren und Befürchtungen.“ Lensdorf: „Auch die Umwelt- und Klimaveränderungen stellen uns vor neue Fragen. Unser Konzept ist für soziale wie für ökologische Fortschritte ausgelegt.“ Für diese neue Form der integrativen und nachhaltigen Stadt- und Dorfplanung gebe es bereits Ansätze, Bedarf und Interesse in einigen Orten des Kreises. Nora Wieners abschließend: „Diese werden wir uns genauer anschauen. Es sind erste erfolgreiche Schritte auf unserem Weg. Je früher und intensiver die Umsetzung, desto besser.“

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