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„Vertrauen ins Jugendamt erneuern!“

SPD zum Auftritt des Landrats a.D. Spieker beim Untersuchungsausschuss: „Erschreckende Führungsschwäche“

Fragen und Kritik als notwendiger Beitrag zur Aufklärung

Auf dem Campingplatz Elbrinxen wurde Mädchen und Jungen über Jahre und Jahrzehnte systematisch großes Leid angetan. Der Schutz von Kindern hat hier auch im Kreis Höxter versagt. Dieser bedrückenden Thematik ist Landrat a.D. Friedhelm Spieker mit der Art seines Auftritts und mit seinen Aussagen beim Parlamentarischen Untersuchungsausschuss nicht gerecht geworden. Die oberste Verantwortung für die Arbeit im Jugendamt hat der Landrat. Herr Spieker kann diese nicht einfach wegdelegieren und als einen Punkt unter ach so vielen abstempeln“, so Helmut Lensdorf, SPD-Kreisvorsitzender, in einer Presseerklärung zur Zeugenvernehmung des ehemaligen Landrates.

Im Mittelpunkt müsse das Kindeswohl stehen. Wo auch nur der erste Verdacht einer Gefährdung auftrete, müsse gehandelt und die Maßnahmen verlässlich dokumentiert werden. „In diesem Zusammenhang von Bürokratie zu sprechen ist vollkommen unangemessen“, so Lensdorf weiter. Mit seinen Äußerungen habe Spieker zudem dem Ansehen des Kreises Höxter und seines Jugendamtes geschadet.

Lensdorf berichtet: „Bei mir hat am Samstag das Telefon nicht stillgestanden. Viele Bekannte aus dem ganzen Kreisgebiet haben mich gefragt, wie sie Herrn Spieker verstehen sollen. Sie hatten die Berichte über dessen Aussagen im Untersuchungsausschuss des Düsseldorfer Landtags im Radio gehört und in der Tageszeitung gelesen. Ich teile mit diesen Bürgerinnen und Bürgern die Fassungslosigkeit über die Aussagen des Ex-Landrats“, so Lensdorf weiter. Es sei erkennbar, dass Fehler wohl auch in erschreckender Führungsschwäche begründet seien.

Jetzt seien der amtierende Landrat, der Kreistag und der Jugendhilfeausschuss gefordert, den von Herrn Spieker hinterlassenen Scherbenhaufen aufzuräumen. Der SPD-Vorsitzende blickt nach vorn: „Alle Verantwortlichen in Verwaltung und Politik sind aufgerufen, kooperativ zu handeln. Landrat Michael Stickeln steht hier in der besonderen Verantwortung und Federführung. Fragestellerinnen darf nicht Illoyalität vorgeworfen werden. Kritik ist ein notwendiger Beitrag zur Verbesserung der Strukturen, zur Aufklärung. Und Ausschussvorlagen für öffentliche Sitzungen müssen transparent allen zur Verfügung gestellt werden. Hier hat auch Herr Stickeln Nachholbedarf, was die letzte Tagung des Jugendhilfeausschusses in Beverungen angeht. Vertrauen ins Jugendamt muss erneuert werden.“

Die SPD habe großen Respekt vor der Leistung der Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter gerade in dieser schwierigen Phase. Lensdorf: „Wir wollen deren Arbeit unterstützen. Wenn die gestiegene Jugendamtsumlage dazu beiträgt, Kindesmissbrauch zu verhindern, ist sie eine der wichtigsten Investitionen auch der städtischen Haushalte.“

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